Geschichte des B.A.C.

Autor: Stich   |   Kategorie(n):

Die Anfänge im Herbst 2009

Am Anfang unserer kurzen, aber bewegten Geschichte steht ein Brief des 1. FC Nürnberg an seine Mitglieder. Mit diesem Schreiben, welches im September 2009 an uns verschickt wurde, warb das Präsidium bei den Vereinsmitgliedern darum, bei der kommenden Jahreshauptversammlung für eine umfassende Änderung der Vereinssatzung zu stimmen. Durch die neue Vereinsstruktur, die „auch von der Deutschen Fußball Liga empfohlen“ werde, sei der FCN „für die moderne Fußball-Welt gewappnet“. Der Verein stelle sich – so konnte man lesen – „dem Wandel der Zeit.“
Während ein Großteil der Fanszene und der Medien keinerlei Interesse daran zeigten, was die Vereinsführung da plante, schrillten bei einigen wenigen die Alarmglocken: Weichen auf den modernen Fußball stellen? Von der DFL empfohlen? Schnell sammelte sich eine kleine, bunt gemischte Gruppe kritischer FCN-Mitglieder. Man durchforstete gemeinsam den Satzungsentwurf, diskutierte „worst-case“-Szenarien, kurz gesagt: klopfte jeden Paragraphen der neuen Satzung auf seine Fan- und Mitgliederfreundlichkeit ab. Am Ende hatte der Arbeitskreis Satzung, wie wir uns fortan nannten, sechs Änderungsvorschläge bzw. Anträge erarbeitet. Diese stellten wir im persönlichen Gespräch dem Präsidenten Franz Schäfer sowie dem Finanzvorstand Woy und Manager Bader vor. Auch wenn man sich nicht in jedem Punkt einig wurde, führten wir mit den drei Offiziellen, die sich unseren Vorschlägen gegenüber sehr aufgeschlossen zeigten, konstruktive und freundliche Gespräche.
Die Mitgliederversammlung, die im Oktober stattfand, war ein voller Erfolg und zugleich der verdiente Lohn für unsere Arbeit: Fünf unserer sechs Anträge wurden unverändert, der letzte in modifizierter Form von den anwesenden Mitgliedern angenommen. So können wir – nicht ohne Stolz – behaupten, dass wir maßgeblich dazu beigetragen haben, die Stellung und Rechte der Mitgliederversammlung innerhalb der neuen Satzung zu festigen und so den Einfluss des „normalen“ Mitglieds auf die Geschicke des Vereins zu stärken. Wer sich unsere Anträge noch einmal genau durchlesen möchte, hat hier die Möglichkeit dazu. [LINK]

Aus dem AK Satzung wird der Arbeitskreis Aufsichtsrat.

Da der Aufsichtsrat aufgrund der Satzungsänderung von sechs auf neun Mitglieder aufgestockt werden sollte, standen im Herbst 2010 Aufsichtsratswahlen an. Nun sahen wir die Chance gekommen, das zu verwirklichen, was nahezu alle Fanszenen in Deutschland bislang vergeblich versucht hatten, nämlich einen eigenen Fanvertreter im federführenden Gremium des Vereins zu installieren. Nach einigen Diskussionen innerhalb unseres neuformierten Arbeitskreises Aufsichtsrat baten wir Ralf Peisl, für uns ins Rennen zu gehen. Nachdem er sich bereit erklärt hatte, die beschwerliche Aufgabe zu übernehmen, versuchten wir nach Leibeskräften, das Vertrauen der anderen Fans für unseren Kandidaten zu gewinnen. Während unser Engagement von den meisten Anhängern und Fangruppen äußerst positiv aufgenommen wurde, stießen wir beim Verein, der drei eigene Kandidaten ins Rennen schickte, sowie bei einer der großen Fanorganisationen auf wenig Gegenliebe. Umso mehr sei an dieser Stelle denen gedankt, die uns von Anfang an unterstützt haben – allen voran dem Supporters Club Nürnberg sowie Ultras Nürnberg 1994!
Letztlich fiel die Zustimmung für unseren Kandidaten bei der Jahreshauptversammlung am 6. Oktober 2010 sogar weit deutlicher aus, als wir es alle erhofft hatten: Zu unserer Freude und Überraschung schenkten rund 75 % der anwesenden Mitglieder Ralf Peisl ihre Stimme; der junge Anwalt konnte mehr Stimmen auf sich vereinigen als der Zweit- und Drittplatzierte zusammen! Ein riesiger Vertrauensvorschuss, den es nun zu rechtfertigen gilt!

Kritisch bleiben: Das Bündnis aktiver Clubmitglieder

Uns ist klar, dass es nicht damit getan ist, einen Fanvertreter in den Aufsichtsrat „gehievt“ zu haben. Vielmehr gilt es gerade jetzt, nach diesem großartigen Erfolg, unserem Verein konstruktiv zuzuarbeiten. Aus diesem Grund haben wir unseren (inzwischen deutlich vergrößerten) Arbeitskreis abermals umgewidmet und am 17. Oktober 2010 das Bündnis aktiver Clubmitglieder aus der Taufe gehoben. Ziel unserer Gruppe ist es, unserem geliebten FCN auch in Zukunft kontinuierlich kritisch-konstruktiv zu begleiten.

[Stand: 01. Dezember 2010]