Ein paar knappe Worte zum Derby

22.12.2011

Autor: Stich   |   Kategorie(n): Fanszene

Liebe Clubfans, in den letzten Stunden haben uns – verständlicherweise – einige Mails erreicht, in denen die Ereignisse rund um’s Derby Thema waren. Gerade weil im Augenblick die Telefone allerorts kaum stillstehen und bei allen die Maileingangsordner überquellen, wollen wir zu diesem Zeitpunkt keine eigene Stellungnahme zu diesem Thema an die Öffentlichkeit bringen:
Worauf Ihr Euch aber verlassen könnt, ist, dass Eure Aufsichtsräte Ralf Peisl und Chris Ehrenberg sowohl mit den handelnden Personen beim FCN, als auch mit einer Reihe von Fanvertretern im ständigen Austausch stehen und alles daran setzen, den Schaden sowohl für den Verein als auch für die Fanszene unseres Glubbs so gering wie möglich zu halten!

Andere haben sich ja bereits zum Thema geäußert: So meinte Herr Woy, im „Platzsturm“ der 120 (zumeist recht jungen) Glubbfans einen kriegsähnlichen Zustand erblickt zu haben; Oliver Fritsch von der Zeit erkannte in dem „Lauf der Zigarettenbürschle“ hingegen „eine der stärkeren Offensivszenen der Nürnberger an diesem Abend.“ Da das BAC in seinen Reihen zwei Berufssoldaten hat, werden wir in Kürze direkt nachfragen, ob es um Mazār-i Scharif ähnlich zugeht wie auf der Tartanbahn unseres Stadions. Die IG Zukunft ist auf jeden Fall anderer Meinung als unser Finanzvorstand und widerspricht diesem heftig.

Besonders positiv ist uns übrigens die offizielle Stellungnahme auf fcn.de aufgefallen: Mit kühlen Kopf und in enger Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden will man diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die nachweislich „ein Fehlverhalten oder eine Straftat begangen haben.“ Pauschalurteile wird es „von Seiten des 1. FCN […]keine […] geben.“ Gut so!

Um sich seine eigene Meinung bilden zu können, ist man in einer Demokratie bekanntermaßen wesentlich auf die Verlässlichkeit der Presse angewiesen. Dass diese nicht immer gegeben ist, sei unseren Lesern an dieser Stelle auch noch einmal ins Gedächtnis gerufen. Angenommen also, ein Reporter fragt einen Vereinsrepräsentanten nach seiner Meinung zum „Platzsturm“ und dieser antwortet: „Tut mir leid. Dazu kann ich Ihnen nichts sagen, weil ich vom Spiel unserer Mannschaft dermaßen frustriert war, dass ich (wie etliche tausend anderer Glubbfans auch) mit dem Abpfiff das Stadion verlassen und die Ereignisse erst später am Rande mit bekommen habe“, dann wird man kaum erwarten, dass man am nächsten Tag so etwas in der Zeitung (siehe unten, S. 2.) liest. Folglich können wir auch nicht beurteilen, ob unser hochgeschätzter Freund und Kollege Günther Koch dies hier (siehe unten, S. 1.) wirklich so gesagt und gemeint hat – wir waren auf jeden Fall… äähhhm… irritiert.

Nicht vergessen werden sollte an dieser Stelle, dass es vergangenen Dienstag eigentlich um ein Fußballspiel gegen einen Verein aus einer benachbarten Kleinstadt östlich von Veitsbronn (zur genaueren Orientierung: kurz vor Seukendorf) ging. Unsere Mannschaft wurde ob ihrer „Leistung“ zu recht heftig kritisiert, wobei Uli Digmayer von der NZ zweifelsohne den passenden Kommentar geliefert hat: „Nur zur Erinnerung: Es war kein vorweihnachtlicher Benefizkick, sondern ein Achtelfinale im DFB-Pokal, der Gegner hieß nicht etwa FSV Frankfurt, sondern Fürth. Wer hier persönliche Motivationsprobleme verrät, sollte vielleicht über eine berufliche Neuorientierung nachdenken.“

So bleibt uns letzten Endes nur, Euch ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest zu wünschen! Hoffen wir, dass unsere Jungs in der Rückrunde auf dem Platz ein ähnlich tolles Feuerwerk zünden wie die Kurve vor Spielbeginn.

Und denkt dran: Der Glubb is a Depp – aber ich moch’nern!

One Response to “Ein paar knappe Worte zum Derby”

  1. Presseschau « YA BASTA! – Das Magazin Nürnberger Fankultur says on :

    […] früher als erwartet, aber gute Arbeit hat hier bereits das Bündnis aktiver Clubmitglieder mit ein paar knappen Worte zum Derby […]