Archiv für September, 2012

Tickettauschbörsen statt Abzocker

23. Sep. 2012

Hallo Glubberer,

der Vertrag mit dem Ticketzweitverwerter viagogo schlägt gerade große Wogen in der Fanszene des 1. FC Nürnberg.

Was vielleicht nicht allen Fans bekannt ist: Es gibt zwei ehrenamtlich betriebene Tickettauschbörsen, auf denen Karten ohne Abzocke von Glubberer zu Glubberer weiter gegeben werden können.

Das BAC hat sich mit 2 der 3 Betreibern der beiden Tickettauschbörsen unterhalten.

Hallo Bine! Hallo Michi!

Bine, Du betreibst mit dem Chris eine Tickettauschbörse auf Facebook und Michi, Du kümmerst Dich um die Börse auf glubbforum.de.

Wie kam es dazu und was sind eure Intentionen?

Bine: Es freut uns, dass Ihr euch für unsere FCN-Ticketbörse bei Facebook interessiert.

Seit Jahren hat es uns geärgert, dass Karten bei Ebay und anderen Internet-Plattformen zu überteuerten Preisen “verzockt” werden. Leute teilweise beim Glubb mehrere bis viele Karten kauften mit dem einzigen Ziel vor Augen, damit Gewinn zu machen. Da kam die Überlegung eine Seite bei FB zu starten, auf der Karten für Glubberer von Glubberer zu fairen Preisen angeboten werden können. Chris hat die Überlegung in die Tat umgesetzt und machte die Seite FCN.Ticketbörse auf.

Michi: Die Ticketbörse im “Glubbforum” existiert seit dem Bestehen des Forums, also seit 2008. Das Motto der Börse ist “Glubberer hilft Glubberer”, wer darauf aus ist Gewinn machen zu wollen oder die Fans abzuzocken hat dort nichts verloren.

Wie schaut’s bei euch eigentlich mit schwarzen Schafen aus?

Bine: Falls wir von solchen Versuchen Kenntnis erlangen, bekommen die enstprechenden Personen ohne Wenn und Aber einen “Freiflug” aus unserer Gruppe, es gibt da dann auch kein Zurück mehr. Wir hatten bis Anfang des Jahres die Gruppe “öffentlich”, was viele ausnutzen um an Mitglieder, die Karten suchten, via  PN zu schreiben und Karten zu völlig überteuerten Preisen anzubieten. Uns wurden immer mehr Fälle bekannt, was uns mächtig gestunken hat. Worauf wir mit sechswöchiger Ankündigung die Gruppe dann  “neu” aufmachten und sie seither als “privat” führten und führen.

Michi:Bei uns im Glubbforum gibt es nicht allzu viele, die sind dafür umso hartnäckiger. Hier ist es insbesondere eine Person, die mehrere Dauerkarten nur zu dem Zweck besitzt sie im Internet und vor dem Stadion zu möglichst hohen Preisen verkaufen zu können. Das haben wir auch so an den FCN weitergegeben, inwieweit er sich darum gekümmert hat wissen wir nicht. Ansonsten tauchen natürlich auch bei wichtigen Spielen immer wieder Leute auf, die mit ihrer Karte Geld verdienen wollen. Auch das wird natürlich streng geahndet.

Schalke hat eine offizielle Tickettauschbörse für Fans, wäre das nicht auch was für uns?

Bine: Ob das was bei uns bringt, kann ich nicht sagen, da ich mich damit noch nicht befasst habe.

Michi: Auf jeden Fall! Das wäre in meinen Augen die einzig sinnvolle Vorgehensweise gegen den Schwarzmarkt und Geldmacherei zu Lasten der Fans.

Ihr habt dann Kontakt zum 1. FC Nürnberg gesucht. Wie ist es euch da ergangen?

Bine: die Verantwortlichen des FCN sind auf uns zugegangen und hatten die Anfrage gestellt, ob Sie mit uns zusammen arbeiten dürfen, da Ihnen unser Konzept gefallen würde. Inzwischen ist der Kontakt “eingeschlafen”

Michi: Ja, wir haben dem FCN in einer Mail unsere Erfahrungen geschildert und ihm unsere Ideen zu einer eigenen Ticketbörse vorgebracht. Wenige Tage später kam dann eine E-Mail, dass man sich für die Vorschläge bedankt und nach internen Gesprächen auf uns zukommen wolle um mit uns verschiedene Punkte bezüglich einer offiziellen Kartenbörse des Vereins zu diskutieren. Seitdem hatten wir nichts mehr gehört und wurden dann nur wenige Wochen später mit “Viagogo” vor den Kopf gestoßen. In unserer Mail hatten wir extra darum gebeten auf so eine externe Lösung zu verzichten, weil uns die schlechten Erfahrungen insbesondere aus Kaiserslautern bekannt waren.

Der Verein hat viagogo als Zweitverwerter präsentiert, kennt ihr die Firma und was haltet ihr davon?

Michi: Die Firma ist mir schon länger bekannt, auf die Problematik bin ich aber erst durch eine Zaunfahne mit der Aufschrift “vianogo” in der Lauterer Kurve aufmerksam geworden. Daraufhin habe ich mich dann im Internet mit dem Unternehmen beschäftigt und bin dabei insbesondere auf einen sehr informativen Blogeintrag der Lauterer gestoßen. Der Hauptkritikpunkt sind für mich die im Vergleich zum Normalpreis teils stark überhöhten Preise und die undurchsichtige Preisgestaltung. Die Kartenpreise sind für die Fans meiner Meinung nach auch so schon hoch genug und viel zu viele Karten sind zusätzlich auch noch bei eBay und Co. auf dem Schwarzmarkt zu überhöhten Preisen zu finden. Da braucht es nicht auch noch eine offiziell vom Verein unterstützte Seite, die mit den Glubbfans Reibach machen will.

Bine: ja, wir kennen diesen Zweitwerber und was wir davon halten:             N I C H T S !!!

Puh, das war eindeutig!

Vielen Dank für das Interview und das BAC empfiehlt allen Glubberern diese beiden Tickettauschbörsen zu nutzen und von Abzockern Abstand zu nehmen!

Gastkommentar: Der Club und das „Der Club“-Trikot

07. Sep. 2012

Hallo Glubbfans,

das Trikot hat in den letzten Tagen hohe Wogen geschlagen, deswegen heute ein Gastkommentar der IG Zukunft zum “der Club”-Trikot:

 

Der Club und das „Der Club“-Trikot

Seit Tagen ist die Fanszene des 1. FC Nürnberg in heller Aufregung aufgrund einer zunächst eher nebensächlich erscheinenden Aktion: Der Vorstand und die FCN-Marketing GmbH haben sich dazu entschlossen, die vor dem Vertragsschluss mit Hauptsponsor NKD vom Team getragenen Heimtrikots mit dem Aufdruck „Der Club“ doch „in limitierter Anzahl“ zu verkaufen (vgl. dazu Meldung auf fcn.de vom 28.08.12).

Solche Aktionen sind natürlich für sehr viele Fans äußerst attraktiv, da ein Trikot ohne Sponsorenaufdruck, bzw. mit identitätsstiftendem Ersatzflock einen ideellen Wert darstellt, der weit über den eines „normalen“ Trikots hinausgeht. Es war daher von Anfang an davon auszugehen, dass die Aktion für den FCN ein kommerzieller Erfolg werden würde, und, was noch viel wichtiger ist, dass die Nachfrage deutlich höher als das Angebot ausfallen würde. Insofern konnte man den Schritt, den Verkauf auf Vereinsmitglieder zu beschränken, wobei jedem Mitglied nur ein Trikot zusteht, aus Fansicht nur begrüßen. Leider gestaltete sich die Realität dann etwas anders als von Fanseite erhofft…

Am Dienstag gab es dann schon früh am Morgen in allen drei offiziellen Fanshops lange Schlangen – viele Fans haben sich gar Urlaub genommen oder andere Termine verschoben, um an die „limitierte Sonderauflage“ zu gelangen. In den Fanforen häuften sich schon recht bald Berichte über Personen, die in der Warteschlange mit dem Smartphone online ein Trikot erstanden haben, um dann in der Filiale erneut zuzuschlagen. Solche Berichte lassen sich natürlich nicht nachprüfen, sie legen jedoch nahe, dass die Mitgliedsnummern nicht effizient abgehakt wurden, die bereits ein Trikot erhalten haben. Dies ist für die Fans weiter hinten in der Schlange (bzw. in der Online-Warteschlange, da auch die Website hoffnungslos überlastet war und z.T. Käufer während des Bezahlvorgangs wieder hinauswarf, die somit ihr eigentlich schon gesichertes Trikot verlieren konnten) natürlich äußerst ärgerlich.

Schon gegen Mittag wurde für die gängigen Größen „ausverkauft“ vermeldet und viele Clubmitglieder begruben enttäuscht ihre Hoffnung auf das „exklusive“ Clubtrikot. Eigentlich sollte dies die ganze Geschichte sein, denn weitere Kaufchancen wurden in der Mitteilung auf fcn.de nicht mal angedeutet, und die limitierte Anzahl schien komplett über den Ladentisch gegangen zu sein. Was zu erwarten war, und nicht in der Macht des Vereins liegt, waren die zahlreichen E-Bay-Verkäufer, die ihr „Sammlerstück“ gleich zu Geld machen wollten. Interessanterweise bot so mancher Verkäufer mehr als zwei Trikots an, was die Aussagen der Fans bestätigen dürfte, dass einige Personen mehr als ein Trikot abgekriegt haben. Ebenso erwartet werden konnte das schnelle Ansteigen der Höchstgebote auf Preise weit jenseits der 100 Euro. Solche Geschäftemacherei stößt vielen Clubfans sauer auf, lässt sich aber naturgemäß nicht immer komplett unterbinden. Doch für die Online-Bieter, die die Zahlung eines überteuerten Betrags als letzte Chance zum Erwerb des exklusiven Trikots sahen, sollte es bald doppelt ärgerlich werden.

Seit Dienstagabend häuften sich Berichte einzelner Fans, dass sie in diversen anderen Sportgeschäften die angeblich exklusiven „Der Club“-Trikots gesichtet hätten. Insbesondere bei Wöhrl in der Nürnberger Altstadt fand sich urplötzlich eine größere Lieferung der begehrten Stücke, natürlich wie in allen vom FCN unabhängigen Geschäften ohne die Kaufbeschränkung „nur für FCN-Mitglieder“. Wurde in der Meldung auf fcn.de noch davon gesprochen, dass nur eventuelle Restbestände ab Freitag, 07.09.12 in den freien Verkauf gehen würden (wovon natürlich nicht auszugehen war), waren die Trikots nun also für die Allgemeinheit schon während der vermeintlich exklusiven Mitgliederverkaufsphase zu haben. Die Meldung verbreitete sich wie ein Lauffeuer, und auch bei Wöhrl war das Kontingent schnell erschöpft. Immerhin wurden die Trikots dort zum selben Preis wie in den Fanshops verkauft, während nach Aussagen einiger Fans in anderen Sportgeschäften noch einmal kräftig der Preis erhöht wurde.

Es stellt sich nun folgende Frage: Hätte der FCN verhindern können, dass sein Ausrüster Adidas die Bestände auch an andere Shops ausliefert? Diese Frage kann man mit „nein“ beantworten. Dennoch hat der Verein einen großen Fehler begangen, der als Vertrauensbruch gegenüber den Fans eingeordnet werden darf: Hätte man von Anfang an kommuniziert, dass die Fanshops eben nicht die einzigen Läden sind, in denen das Trikot zu haben ist, wäre die Aufregung nicht halb so groß. Die Exklusivität, die den Vereinsmitgliedern vorgegaukelt wurde, ist so jedoch nichts als Illusion. Auch scheint die Auflage doch nicht so limitiert und exklusiv zu sein, wie man anfangs denken musste, wenn man der offiziellen Kommunikation des Vereins Glauben schenkte.

Im Interview mit den „Nürnberger Nachrichten“ vom 07.09.12 ist von Sportdirektor Martin Bader folgendes zu vernehmen: “Und überhaupt: Von einem Verkauf exklusiv nur für die zahlenden FCN-Sympathisanten sei niemals die Rede gewesen, sondern nur von einem „dreitägigen Vorkaufsrecht.“” Dies ist insofern richtig, als dass in der Homepagemeldung ab Freitag die Möglichkeit eines freien Verkaufs in den Fanshops erwähnt wird. Dennoch sind in der Aufzählung der teilnehmenden Läden nur die Fanshops aufgeführt – von einem Verkauf im regulären Einzelhandel ist nicht die Rede. Es muss geradezu der Eindruck entstehen, dass die limitierte Edition allein aus den Händen des Vereins und seiner Marketing-GmbH verkauft wird, wovon auch die große Mehrheit der Fans ausgegangen ist.

Fazit: Eine an und für sich gut gemeinte Aktion im Sinne der Fans wurde mangelhaft durchgeführt und hinterlässt bei vielen Fans einen schalen Nachgeschmack. Natürlich würde sich jeder Fan auch in Zukunft über solche Aktionen freuen, nur sollte man darauf achten, die „Spielregeln“ des Verkaufs missverständnisfrei zu kommunizieren, damit es zu keinen bösen Überraschungen kommen kann.

Satzungsoptimierung zur JHV 2012

03. Sep. 2012

Hallo Clubfans,

In den vergangenen Monaten wurde in einer aus Vorstand, Aufsichtsrat, Vereins-beirat, Rechtsvertretern und Vertretern des BAC bestehenden Arbeitsgruppe eine Optimierung der Vereinssatzung des 1. FC Nürnberg erarbeitet.

Diskussionsgrundlage für sämtliche Arbeitstreffen waren neben Verbesserungs-vorschlägen und Anliegen, die von Fans und Mitgliedern an uns heran getragen wurden auch die Satzungen aller Erst- und Zweitligisten der Bundesliga.

Wir freuen uns, dass die Früchte dieser Arbeit nun in der Mitgliederzeitung an alle Vereinsmitgliedern versendet werden und bedanken uns bei allen Organen des 1. FC Nürnberg für die konstruktive Zusammenarbeit in den vielen Gesprächen.

Wir als BAC empfehlen somit der Mitgliederversammlung, den Änderungs-vorschlägen zuzustimmen! Wir können als Mitglieder des Vereins wirklich sehr stolz auf unsere Satzung sein.
Im Vergleich mit anderen Bundesligavereinen ist unsere in den vergangenen Jahren stetig verbesserte Satzung eine der wenigen, bei der die Mitglieder-versammlung auch wirklich das stärkste Organ des Vereins ist.

Wir wünschen uns, dass wir mit dem Verein öfter so konstruktiv zusammen arbeiten können, um beispielsweise solch einem Desaster wie der neuen Torhymne frühzeitig vorbeugen zu können.

 

Ein Nachtrag, da Anfragen an uns herangetragen wurden:

Die detaillierten Änderungen können Mitglieder der Mitgliederzeitung entnehmen. Die Zeitung wird allen Mitgliedern in den nächsten Tagen zugestellt.