Bader ist weg – das Chaos aber bleibt

12.08.2015

Autor: admin   |   Kategorie(n): BAC

BAC-Serie: Was sich beim FCN ändern muss – Teil 1

 

Des Einen Freud ist des Anderen Leid. Martin Bader ist nur noch bis Ende September sportlicher Vorstand des 1. FC Nürnberg e.V. Was dies für die Zukunft des Glubbs bedeutet, vermag niemand sagen zu können. Ob eine Entscheidung die Richtige war, weiß man immer erst im Nachhinein.

 

Doch wie geht es am Valznerweiher weiter? Wer wird Bader ersetzen? Kehrt jetzt Ruhe ein beim Club?

 

Wir als BAC hoffen, dass sich ein Nachfolger findet, der sich – wie auch Martin Bader es tat – voll und ganz mit dem FCN identifizieren wird. Wir wünschen uns einen eigenständigen Kopf, der sich nicht von einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern oder Stimmungsmachern manipulieren lässt. Nicht den Alleinherrscher, wie er gerne gefordert wird. Sondern eine durchsetzungsstarke Persönlichkeit mit Integrationsvermögen. Denn die Zeit des Chaos muss endlich ein Ende haben. Es ist nicht weiter erträglich, wenn der Verein durch gezielte Indiskretionen handlungsunfähig gemacht wird.

 

Wir haben bereits vor der letzten Mitgliederversammlung gewarnt vor einer Zerreißprobe für den FCN durch fortwährende Angriffe von Außen und Innen. Daran hat sich leider nichts geändert. Nun haben Koch, Schamel und Co sich immer – besser gesagt, irgendwann – auf die Fahnen geschrieben, ihnen ginge es nur um den Club – und Bader und Woy müssten unbedingt weg.

 

Kehrt also nun Ruhe ein, nachdem der Vorstand ausgetauscht wird? Wir befürchten: nein. Denn es zeigt sich immer mehr, dass es einigen Personen eben nur vordergründig um den Verein geht. Offenkundig geht es auch um Selbstdarstellung, Eitelkeiten usw.

 

Regelmäßig wird die Presse gezielt mit – zutreffenden oder weniger zutreffenden – Informationen angeheizt. Um den Verein voran zu bringen?

 

Beispiel: Der Rücktritt des AR Zeck (kurz vor der Vertragsauflösung mit Bader)

 

Dieser behauptet in der Süddeutschen Zeitung: „Wir haben uns darauf verständigt, dass ich die öffentliche Diskussion nicht wieder neu anzettele.“ Richtig war vielmehr, dass Stillschweigen über den Grund des Rücktritts vereinbart war. Um nicht „wieder eine neue Diskussion“ anzuzetteln? Welche überhaupt? Aufsichtsrat Günther Koch jedenfalls gehörte nicht zum Kreis derjenigen, die keine neue öffentliche Debatte anzetteln wollten. Im Gegenteil, er sprang sofort auf den Zug auf – ein neuer Märtyrer sollte geboren werden. Der Rücktritt „dürfe keinen Fan kalt lassen“, meint er zur Süddeutschen – und gegenüber BILD: „Das darf jetzt kein Mitglied im Aufsichtsrat kalt lassen.“ Der Reporter der Süddeutschen Zeitung, der so gerne mit Günther Koch spricht, unternahm das Übrige und heizte zusätzlich ein, wenn er orakelte: „Dass Zecks Rückzug so freiwillig und aus eigenem Antrieb erfolgte, darf man (…) anzweifeln.“ Rückzug ohne Schlammschlacht betitelt die SZ ihren Beitrag, wohlwissend, dass sie gerade zu selbiger ermunterte. Über den Rücktrittsgrund schweigt Zeck jedoch weiter.

 

Beispiel: Nachtreten von Thomas Schamel (nach der Vertragsauflösung mit Bader)

 

Nun gut, Thomas Schamel ist noch frustriert über den Verlauf der letzten Mitgliederversammlung. Wenn er aber via Nürnberger Zeitung mitteilt, “es ist absolut unmöglich, dass Martin Bader noch bis zum 30. September tätig ist“, muss man sich bereits über den Inhalt dieser Aussage wundern. Wir sind froh, dass eine solche Einigung stattgefunden hat, der Zeitpunkt der Trennung ist ohnehin nicht unproblematisch. Noch unglaublicher ist jedoch die These von Schamel: „Eigentlich müssten jetzt im Aufsichtsrat alle jene Mitglieder zurücktreten, die sich immer bedingungslos vor Bader gestellt haben.“ Bedingungslos? Wer soll das gewesen sein? Ab wann genau hätte man gegen Bader stehen müssen? Eine Aussage, die ausschließlich dazu geeignet ist, neuen Unfrieden in den Verein zu bringen.

Die Behauptung, es ginge dem FCN besser, wenn man sich früher von Bader getrennt hätte, lässt sich übrigens leicht aufstellen. Dass sie auch zutrifft, aber nicht nachweisen.

 

Beispiel: Das Plaudern des Wolfgang Wolf

 

Also ob man nicht schon geplagt genug wäre als Cluberer, wurde dann auch noch Wolfgang Wolf durch die BILD-Zeitung ein Forum gegeben, um sich darüber aufzuregen, dass Martin Bader bis zum 30.09.2015 bleibt. „Martin Bader muss sich aus dem sportlichen Bereich sofort zurückziehen!“ zitiert ihn das Blatt. NN, NZ, Süddeutsche und die Agenturen springen freilich gerne auf die Meldung auf. Wirklich dementiert wurde sie später nicht. Wer als leitender Angestellter meint, in der Zeitung die Vereinbarungen des Aufsichtsrats mit dem Vorstand bewerten zu dürfen, möchte entweder fristlos gekündigt werden oder ist so naiv, dass er nicht weiß, dass solche Zitate nur wieder neues Feuer entfachen, anstatt ruhigere Fahrwasser einzuschlagen.

 

Beispiel: Weiterhin Geplapper aus dem Aufsichtsrat

 

Natürlich durfte auch nach der Mitteilung, dass sich Aufsichtsrat und Bader getrennt haben, kein Tag vergehen, ohne Geplapper aus dem Aufsichtsrat: „Ein Mitglied des Kontrollgremiums zu BILD: ‚Die Verbindlichkeiten sind weiter angestiegen‘. Ich mache mir große Sorgen.“ Anonym natürlich. Ohne nachvollziehbaren Anlass. Aber wohl wissend, was Derartiges bewirkt: nämlich Diskussionen, Unsicherheit und schlechte Verhandlungspositionen für den FCN bei Vertragsabschlüssen. Egal ob mit Spielern oder einem neuen Vorstand.

 

Beispiel: Das berühmte Umfeld

 

Der Reporter der Süddeutschen bleibt auch nach dem Pokalspiel weiter am Ball um „berichtet“ von den „vielen rund um den Valznerweiher“, die sich angeblich die Frage stellen, ob denn die Aufsichtsräte ausreichend Mitspracherecht bei der Vorauswahl des Bader-Nachfolgers hätten und dieser quasi selbst seinen Nachfolger auserkoren werde. Ob sich hinter den „vielen“ nicht genau ein Aufsichtsratsmitglied verbirgt, das besonders häufig mit dem SZ-Redakteur spricht, wird natürlich nicht preis gegeben werden. Der Informationsgehalt des Beitrags geht gegen Null. Der Versuch, ein paar kleinere Buschfeuer in Brand zu setzen, ist dagegen deutlich herauszulesen.

 

Nein, wir können nicht erkennen, dass es bei denjenigen, die gezielt und bewusst Chaos und Unruhe in den Verein ringen wollen, wirklich um die Sache geht. Und: wir befürchten, sie werden weiter machen wie bisher.

BAC trauert um Peter Schmitt

11.08.2015

Autor: admin   |   Kategorie(n): BAC

Peter Schmitt ist nach schwerer Krankheit verstorben. Wir trauern um unseren Freund!

Wir denken an seine Familie, die einen großen Verlust erlitten hat, und wünschen ihr viel Kraft.

Peter Spsch-105x150chmitt war ein Original, ein Urgestein des 1. FC Nürnberg. Sein Herz schlug für seinen und unseren Club.
Er war keiner, der anderen nach dem Mund redete, sondern aufrichtig und mutig. Seinen Charme und Humor werden wir sehr vermissen.

Uns hat es traurig gemacht zu sehen, wie ihm seine schwere Krankheit mehr und mehr seine Kräfte raubte. Uns hat es beeindruckt, wie er unermüdlich und bis zuletzt kämpfte für den 1. FC Nürnberg –  mit Leidenschaft und Herzblut.

Peter Schmitt hat in seiner Kindheit alle Schüler- und Jugendmannschaften des Club durchlaufen.
Er war über 10 Jahre Mitglied des Aufsichtsrats des 1. FC Nürnberg.

Ruhe in Frieden, Peter!

Aufsichtratswahlen 2014

27.09.2014

Autor: admin   |   Kategorie(n): BAC

Wie viele schon gelesen haben, steht unser Aufsichtsrat Chris Ehrenberg aus völlig nachvollziehbaren Gründen bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des 1. FC Nürnberg leider nicht zur Wahl. Wir bedauern das sehr. Chris, wir danken Dir für Deinen aufopferungsvollen Einsatz und wünschen Dir nur das Beste. Möge Deine Liebe für den Verein nicht verblassen und unsere Freundschaft fortdauern!

Das Projekt „Pro Club 2020“ erweist sich dagegen immer deutlicher als heiße Luft. Es handelt sich um das einsame Projekt von Hanns-Thomas Schamel und Günther Koch. Das angeblich bereits bestehende „Konzeptteam” aus honorigen Unterstützern gab es in dieser Form nie, händeringend sucht „Pro Club 2020“ vielmehr nach x-beliebigen Unterstützern aus dem Kreis der Aufsichtsratskandidaten. Wer glaubt, mit den Selbstdarstellern Koch und Schamel gemeinsam eine Fraktion zum Wohle des Vereins bilden zu können, wird böse erwachen. Der skurrile Auftritt von Günther Koch am Donnerstagmorgen auf dem Club-Gelände zeigt wieder einmal deutlich, dass es an einem Grundverständnis für verantwortungsvolle Gremienarbeit fehlt. Weder war eine Aufsichtsratssitzung anberaumt worden, noch sprach sich Koch mit seinen AR-Kollegen hinsichtlich einer öffentlichen Erklärung ab. Und dass ein Angestellter eines Vereins – was Bader selbstverständlich ist – gar nicht „zurücktreten“ kann, weiß Günther Koch offenbar auch nicht.

Das BAC hat sich aufgrund der aktuellen Entwicklungen dazu entschlossen, für diese Versammlung auf eine ausdrückliche Wahlempfehlung zu verzichten. Selbstverständlich haben wir uns intensiv mit den Kandidaturen beschäftigt und unsere Meinung gebildet. Wer sich hierüber mit uns austauschen möchte, kann uns jederzeit gerne ansprechen – ob persönlich im Stadion oder per Email.

Es gilt vor allem, endlich wieder Ordnung in den Verein zu bringen. Ob es mit oder ohne Bader/Woy weitergehen kann, hat der neu aufgestellte Aufsichtsrat nach sachlicher Diskussion zu entscheiden. Aufsichtsräte, die ihr eigenes Süppchen kochen, helfen dem Verein nicht, sondern schaden ihm!